Henna Tattoos – meine Erfahrungen und kleinen Kunstwerke

Hallo ihr Lieben, und an alle Neuen unter euch: Herzlich Willkommen auf meinem Blog! Ich denke viele von euch fragen sich, wieso ich die letzten Wochen oder Monate so ‚wenig‘ oder ‚unregelmäßig‘ Beiträge hoch lade. Vorerst kann ich sagen: an Ideen mangelt es mir auf keinem Fall! Meine Liste ist am überlaufen und ich kann die ganzen ‚Projekte‘ und Einfälle gar nicht unter einen Hut bringen. Für jeden Beitrag brauche ich eine bestimmte Menge an Zeit: Fotografieren, Bearbeiten, Schreiben und und und… Da kann es auch mal ein bisschen länger dauern, aber dafür erwarten euch jedes Mal Beiträge in die ich eine Meeenge Liebe stecke, die 100 Mal überdacht sind und mit denen ich mir viel Mühe gegeben habe! Also: wenn ich mal ein paar Wochen kein Lebenszeichen von mir gebe, sitze ich wahrscheinlich gerade an einem Projekt und überlege, was ich am Besten wie mache, um euch etwas Interessantes und Schönes anbieten zu können. 0815-Sachen sind nämlich gar nicht so mein Ding. 😉

Aber genug entschuldigt, umso interessanter ist doch, um was es dieses Mal geht: nämlich um meine persönliche Erfahrung mit Henna-Farbe und Henna-Tattoos, sowie Tipps und viiieeel Inspiration! 🙂

Nur mal nebenbei: Ich selbst interessiere mich auch sehr für den Buddhismus, da ich die Einstellung der Menschen, und genauso die Bedeutungen der Symbole einfach total super finde. Bei dieser Religion zählt der Frieden und die Erleuchtung. Genauso interessiert bin ich in Meditation und habe mir schon lange vorgenommen, in so einen Meditations-Kurs wenigstens mal hinein zu schnuppern. Außerdem glaube ich an das Karma, was besonders im Buddhismus eine große Bedeutung hat. Mehndi (=traditionelle, ornamentale Henna-Handbemalung) fand‘ ich auch schon immer wunderschön, war mir nur sicher, sowas nie im Leben hin bekommen zu können. Und was lernen wir daraus? Kann ich nicht, gibt’s nicht! 😛

Die häufigsten Fragen, die ich bekommen habe, oder mir auch zum Teil selbst gestellt habe, werde ich jetzt einfach mal kurz beantworten, für die, die sich auch gerne mal daran ausprobieren wollen! (all denen, die mit dem Gedanken spielen möchte ich noch etwas sagen: TUT ES!) Und falls Fragen offen bleiben, schreibt mir gerne eine Nachricht, ich beiße nicht! 😀

.

Wo kann man Henna-Farbe kaufen?

In Online-Shops wie eBay werden massig Henna Tuben oder Kegel angeboten, von vielen verschiedenen Anbietern. Ich habe mich für die Marke „Golecha“ entschieden, die es z.B. auch auf www.india-shop.de zu kaufen gibt. Ob man lieber einen Kegel oder eine Tube benutzen will ist jedem selbst überlassen. Ich bin mit meinem Kegel aber sehr gut klargekommen.

.

Welche Farbe ist die Beste?

Schwarz auf jeden Fall nicht. Schwarzes Henna ist (meistens) PPD belastet, was einfach nur ein Haarfärbemittel bezeichnet, das eben nicht natürlich ist. Das ist eigentlich nicht schädlich, kann aber bei Menschen mit einer solchen PPD-Allergie schlimme Schäden hervorrufen. Braunes/Rotes Henna oder Herbal-Henna wäre für Leute also Besser, die selbst von sich wissen, dass sie eine empfindliche Haut haben. Für ’normal sterbliche‘ ohne Allergien oder Hautprobleme ist das aber alles gaaar kein Problem!

.

Allergien/Ausschläge

Wie schon gesagt, kann eine allergische Reaktion schlimme Folgen haben, deshalb ist es ratsam oder sogar notwendig, mindestens 24h davor einen kleinen Allergie-Test mit dem Henna, dass man verwenden will, durchzuführen. Punkt auf den Unterarm, abwarten, wenn nichts passiert: grünes Licht. Bilden sich rote Stellen, Pusteln oder andere Anzeichen die auf eine allergische Reaktion hinweisen: Finger weg!

.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Vor dem ersten Strich sollte man vorsichtshalber erst mal die eigenen Fähigkeiten auf einem Stück Papier austesten. Ist es nämlich erst mal auf der Haut, bekommt man es nicht so schnell dort wieder weg. Außerdem sollte die Haut weder nass, noch eingecremt noch sonderlich stark behaart sein.

Eine Skizze machen schwere und aufwendige Henna-Tattoos einfacher. Frischhaltefolie bietet sich gut zum Pauschen an. Die Folie wird dann einfach auf die entsprechende Stelle gedrückt und mit Henna nachgemalt. Um sich ein bisschen zu helfen ist es immer gut, eine Vorlage aus dem Internet oder Büchern daliegen zu haben. Eigene Ideen sind zwar immer noch die Besten, ein bisschen Inspiration kann aber nie schaden.

Nachdem das Kunstwerk vollendet wurde, kann man die oberste Schicht der Farbe abziehen und das Tattoo abspülen und eincremen.

.

Wie lange hält ein Henna-Tattoo?

Bei mir haben die Tattoos, abhängig von der Körperstelle und Pflege, zwischen einer und drei Wochen lang gehalten. An Stellen wie Hand, Arm oder Bauch hält die Farbe nicht so lange wie an den Füßen oder auf dem Rücken. Das liegt daran, dass es beim Duschen eben mehr Duschgel und mehr ‚Schrubben‘ abkriegt, als eben an den als 2. genannten Stellen. Natürlich verschwinden die Tattoos aber auch an diesen Stellen schneller, wenn man sie intensiver bearbeitet und willkürlich entfernen will, z.B. mit Lappen oder Schwamm. Was die Farbe der Farbe (?) angeht, wird aus schwarz erst mal braun/orange und dann allmählich immer eine hellere Farbe, bis es dann ganz weg ist. Das alles passiert so, aufgrund dessen, dass bei Henna-Tattoos nur die Oberhaut, die Epidermis (ja das soll schlau klingen) eingefärbt wird, die sich eben innerhalb einer bestimmten Zeit wieder erneuert.

.

Wie kann man es länger haltbar machen?

Ein ‚Trick‘, den man oft im Netz zu dieser Frage findet, ist, Salz mit Zitronensaftkonzentrat zu vermischen und dann ‚in‘ das frisch aufgemalte Tattoo einwirken zu lassen. Die Säure spielt dabei eine besondere Rolle, ich habe aber keine Ahnung welche. 😀 Also wer zu dem Thema mehr wissen will, sollte sich einfach mal durchs Internet surfen, da wird man zu dieser Methode auf jeden Fall fündig.

Zur Haltbarkeit der Tube gibt es nur zu sagen, dass es meistens nur vorn etwas antrocknet, der Rest aber lange Zeit brauchbar und flüssig bleibt.

.

Was ist so toll daran?

Ja, diese Frage beantwortet sich eigentlich von selbst, wenn man sich mal professionelle Henna-Tattoos im Internet angeschaut hat: es sieht einfach toll aus! Ein schöner Vorteil eines nicht-permanenten Tattoos ist aber auch, dass man ausprobieren kann, wie Tattoos im Generellen am eigenen Körper aussehen (würden). Man könnte sogar Motive ausprobieren, die man vorhat, sich wirklich und für immer in die Haut stechen zu lassen. Für mich alten Zeichen-Freak ist es auch eine schöne Abwechslung mal nicht auf Papier, sondern auch mal auf Haut malen zu können, und nebenbei vielleicht Anderen noch eine Freude zu bereiten!

Trotzdem sollte man sich noch einmal genau belesen, was Henna-Tattoos und eventuelle Nachteile angeht, denn ich bin auch kein Spezialist und erzähle hier nur von meiner Erfahrung, die bei jedem Mensch anderes aussehen kann.

Kommen wir nach der ganzen Theorie mal zu dem spannenden Teil: meine Versuche/Ergebnisse mit der Henna-Farbe. Ich habe mir hier wieder gedacht, dass es sinnvoll wäre, diesen Post als Update-Post einzustufen, weil ich glaube, dass ich die Farbe noch nicht zum letzten Mal in der Hand gehabt haben werde. Also immer mal wieder reinschauen, vielleicht gibt es ja wieder ‚was Neues. :-)<3 (über soziale Netzwerke werde ich natürlich Neues was diesen, oder den anderen Update-Post mit meinen Zeichnungen betrifft, teilen.)

.

Mandalas

Wahrscheinlich eines der beliebtesten Motive für Henna-Tattoos sind Mandalas in alles größen, Formen und Ausführungen. Gerne werden auch andere Symbole oder Umrisse mit Mandala-ähnlichen Kreisen und Strukturen  gefüllt. (siehe Ganesha) Im Buddhismus ist das Mandala ein Meditations-Objekt und besitzt eine religiöse und sogar magische Bedeutung.

 .

Ganesha

Ganesha ist unter Anderem im Buddhismus eine von vielen Bezeichnungen für das Göttliche. „Ganesha wird gefragt, wenn man Glück, Erfolg oder gutes Gelingen für den Weg oder am Anfang einer neuen Unternehmung braucht, beispielsweise für eine Reise, Hochzeit, Hausbau, Geschäftsprüfung, Klausur oder den Beginn eines neuen Tages, er steht für jeden Neuanfang und verkörpert Weisheit und Inteligenz“ -Wikipedia

Es gibt viele Mythen und Geschichten über Ganesha, der eigentlich ein Junge mit einem dicken Bauch, nur einem Stoßzahn und vielen anderen Merkmalen ist, der auf einer Lotusblüte sitzt. Wen das Ganze genau so interessant und spannend findet wie ich, der sollte sich unbedingt die Mythen und Bedeutungen von Ganesha durchlesen, die sind nämlich absolut niedlich aber zugleich auch etwas angsteinflößend und komisch. Sogar Wikipedia hat dazu schöne Informationen. Einfach mal reinlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ganesha

Mein Tattoo ist eine einfache Version von Ganesha, fast sogar einfach ein kleiner Baby-Elefant mit Mandala-Haut. 😀 Ein richtiger Ganesha wird aber auf jeden Fall in naher Zukunft auf meiner Haut Platz finden mit Lotusblüte, mehreren Armen, Waffe und allem was dazugehört.

..

Lotus-Blüte

Die Lotusblüte hat im Buddhismus tolle Bedeutungen: Reinheit, Sensibilität, Kreativität. Der Lotus ist auch ein Symbol für die Welt: Die vier Blütenblätter entsprechen den vier Himmelsrichtungen. Sie bilden die Kontinente, deren südlicher Indien ist. Im Zentrum des Lotus befindet sich der Weltenberg Meru. Er ist Weltachse und Ort der paradiesischen Götterpaläste. Das Motiv fande ich super schön, aber bei mir selbst schlecht hinzubekommen. Deshalb habe ich mir ein weiteres Opfer gesucht, und es vollgemalt. Das Ganze war etwas schwieriger als gedacht, vor allem wenn die Freundin ständig lacht und dabei wackelt. 😀

.

Mehndi

Wie schon etwas weiter oben erklärt, ist Mehndi oder Mehendi die traditionelle Kunstbemalung mit Henna. Nach einem Versuch an meiner eigenen Hand habe ich gemerkt, dass es sehr schwierig ist, feine Strukturen und Muster sich selbst aufzumalen.  😀 Die Chance, dass ich gefragt wurde, einer Freundin ein Henna-Tattoo zu malen, habe ich natürlich gleich genutzt und sie eben gleichzeitig als Hand-Model benutzt. 😀

.

Mandala-Sonne

…. gehört eigentlich mit dem Mond zusammen. Echte Tattoos in der Art finde ich richtig schön und beeindruckend, denn diese Sonne strahlt (Wortspiel) irgendwas interessantes aus, mit ihrem Blick, den Strahlen und dem menschlichen Gesicht. Hier musste der Fuß meiner Mutti herhalten, denn es ist sehr schwer, den eigenen Fußrücken, auch noch verkehrtherum, mit der Sonne zu bemalen. Das Ergebnis gefällt mir super gut, hat aber auch eine Menge Mühe und Arbeit gekostet. 😀

.

Die Palette von Motiven ist enorm groß, so dass ich mich gar nicht entscheiden konnte/kann. Eigentlich kann Henna alles verwirklichen, zu dem man sich in der Lage fühlt, es zu malen. Und das ist das Beste daran!

 


 

Der nächste Beitrag wird dann (hoffentlich) endlich ein Post über meinen Sommer, meinen Urlaub und meine Erlebnisse in dieser Zeit sein! Zur Zeit macht mir nur leider mein Tarif große Probleme, da der Speicherplatz restlos ausgenutzt ist. Das heißt: Hoster suchen, Blog umziehen und hoffen, dass alles genauso bleibt wie es jetzt ist. Ich gebe mir trotzdem Mühe, den Beitrag im September hochzuladen, dafür wird er aber auch etwas ganz Besonderes! Ihr dürft gespannt sein! <3

Luca

print

Das könnte dir auch gefallen

7 Kommentare

    1. Hallo Katinka, Danke erstmal für das liebe Feedback. 😊
      Ob man die Farbe direkt im Laden kaufen kann, kann ich dir nicht sagen, zumindest in meinem Ort und in der Nähe gibt es soweit ich weiß keinen India-Shop. In Großstädten sieht das denke ich mal ganz anders aus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.