Meine ersten Tage in Neuseeland 🇳🇿 – Abschied und Flug 🛫 𝐍𝐞𝐮𝐬𝐞𝐞𝐥𝐚𝐧𝐝 ⌗𝟑 (Teil 1)

Hallo meine lieben Freunde und ganz herzlich willkommen zurück auf meinem Blog. ❤️🇳🇿

Seit etwas mehr als einer Woche bin ich jetzt hier in Neuseeland, über 18 000 Kilometer von zu Hause entfernt. Vor ein paar Monaten war das alles hier für mich noch undenkbar, ans anderen Ende der Welt zu reisen, ganz allein und meine Eltern. Nur ich, mein Rucksack (den man bei dem Gewicht auch schon fast als Lebewesen zählen könnte 😁) und unendlich viele Möglichkeiten. Und jetzt sitze ich hier, in einer Bibliothek am anderen Ende der Welt, hinter mir eine Kindergruppe, die, angeführt von einer total crazy Oma, singt und tanzt und ich schaue aus dem Fenster und sehe Palmen, Berge, kleine niedliche Läden und bin einfach glücklich.

In dieser Woche hier habe ich schon so viel gesehen, erlebt und so viele neue Leute kennen gelernt, wie ich es in Deutschland nicht in Monaten getan hätte. Und da ich hier jeden Tag so viel Neues lerne und sehe, habe ich mir gedacht, ich schreibe es einfach auf. Für euch, damit ihr an meinem Alltag oder auch meinen Erfahrungen außerhalb meiner gemütlichen Comfort-Zone teilhaben könnt, aber auch für mich, damit ich mich auch später immer an alles erinnern kann, was ich hier erlebt habe, denn auch wenn all die schönen Erinnerungen eine Weile bleiben, irgendwann vergisst man die kleinen Details und Gefühle und genau deswegen erzähle ich euch jetzt, was bei mir die letzten 7 Tage so passiert ist, wie sich ein Abschied für ein Jahr von seinen Liebsten anfühlt und was auf der Südhalbkugel anders ist, als bei uns. 🌏

Angefangen hat meine Reise schon mit meiner Abschiedsparty in Deutschland, bei der noch einmal all die Menschen zusammen gekommen sind, die mir am Herzen liegen und mit denen ich in den letzten 18 Jahren viele schöne Momente geteilt habe. Und erst da ist mir richtig klar geworden, was mir eigentlich fehlen wird, wenn ich diese ganzen tollen Leute in Deutschland zurücklasse. Gleichzeitig bin ich so unendlich dankbar eine so fürsorgliche (meine Eltern haben so vieles vorbereitet und sich so bemüht, dass es ein toller letzter Abend zusammen für uns alle wird) und liebevolle Familie und so tolle Freunde zu haben, die ich mit Sicherheit unendlich sehr vermissen werde. Der Abschied von meinen Freunden und einem Teil meiner Familie war schwer, aber es ist ein tröstlicher Gedanke, dass dieser „Abschied“ einer auf bestimmte Zeit ist, die schneller herum sein wird, als man glaubt. Aber vielleicht gewöhnen sich auch alle an den Alltag ohne Luca und finden es doch gar nicht so übel – wäre auch möglich. 😁

Natürlich habe ich auch mit zur Vorbereitung der Abschiedsparty beigetragen, indem ich dem Anlass entsprechende Cakepops gebacken habe. 🥝🐑

Zum Abschluss sind wir noch ein letztes Mal zusammen feiern gegangen wobei einige meiner Freunde bei mir Zuhause wahrscheinlich schon einen Drink zu viel hatten und friedlich im Club gepennt haben. (Grüße gehen raus an dich, Lucas. 😁) Die Partybilder erspare ich euch lieber, wobei ich das einfach mal als einen guten Grund nehme, sagen zu können, dass dieser Abend gelungen ist. Von Anfang bis Ende.

Den „Tag danach“ konnte ich eher weniger ganz gemütlich meinen Kater ausschlafen, sondern musste den Rest zusammen packen, der noch quer verstreut in unserem Wohnzimmer herumlag. Und so schnell wie dieser Tag herum war, kam auch schon der Moment, an dem wir meinen Rucksack in den Kofferraum gehieft haben (im wahrsten Sinne des Wortes, er war sooo schwer. :-D), noch ein paar letzte Bilder zusammen gemacht haben und in Richtung Frankfurt am Main losgefahren sind.

Dort angekommen, hat sich Minute für Minute die Abschiedsstimmung mehr breit gemacht. Nachdem ich mein Gepäck eingecheckt hatte, war es dann kurz vor der Sicherheitskontrolle Zeit, sich zu verabschieden. Jeder kann sich jetzt selbst denken, wie traurig es ist, sich von den Menschen zu verabschieden, mit denen man seit fast 19 Jahren jeden einzelnen Tag verbracht hat und die man mehr liebt, als alles andere.

Trotzdem war es richtig, den Abschied so kurz (und dadurch wahrscheinlich noch schlimmer 😁) wie möglich zu halten, da ich nach einigen Minuten, die ich gebraucht habe um erstmal alles zu verdauen, glücklich war, gar keine Zeit gehabt zu haben, um mich um zu entscheiden. Und so schnell konnte ich gar nicht gucken, saß ich auch schon an meinem Gate und war kurz davor, ins Flugzeug zu steigen. In diesen Momenten vor dem Abflug habe ich mich tatsächlich einfach nur so riesig gefreut, dass es los geht, denn ich habe gewusst, dass meine Eltern, auch wenn sie mich gehen lassen mussten, sich genauso sehr für mich freuen. Auch wenn ich es so gut wie möglich versuche zu beschreiben, das Gefühl, das man hat, kurz bevor man das Abenteuer seines Lebens beginnt, ganz weit weg von zu Hause und völlig auf sich gestellt, ist einfach unbeschreiblich. (geil.)

Die ersten Stunden im Flugzeug habe ich nicht viel sehen können, da mein Flug erst 22 Uhr ging und wir demzufolge eine Zeit lang nachts geflogen sind. Mit dem Sonnenaufgang (und meinem Fensterplatz, hehe) konnte ich dann aber endlich wirklich sehen, wie klein die Welt unter mir ist und damit realisiert man auch erst einmal, was man da gerade überhaupt tut. 😁

Bis ich in Singapur gelandet bin, vergingen 12 1/2 Stunden, die sich aber dadurch, dass man Serien bis zum umfallen schauen kann, aller paar Stunden etwas zu essen bekommt und ich sowieso wahrscheinlich die Hälfte der Zeit einfach aus dem Fenster geschaut habe, nicht wirklich lang angefühlt haben. Mein Favorit waren aber immer noch die heißen Tücher, die man ständig ganz fancy zusammen gerollt gereicht bekommen hat, um sich (denke ich) auch während eines solchen Langstreckenfluges frisch zu fühlen. Wenn das nicht stimmt, war ich wahrscheinlich die Einzige, die sich mit dem Handtuch im Gesicht herum gerieben hat. 😂 Vielleicht war es auch nur für die Hände.

Insgesamt kann ich zu Singapore Airlines nur sagen, dass sie echt einen klasse Service anbieten, die Stewardessen waren so hilfsbereit und nett und sahen noch dazu unfassbar schön aus. Nur die Beinfreiheit hat etwas zu wünschen übrig gelassen, da für Menschen mit langen Beinen, wie mich, wirklich sehr wenig Platz war. Lag vielleicht aber auch daran, dass der blöde Typ vor mir fast mit seinem Kopf auf meinem Schoß lag, weil er es nicht lassen konnte, seinen Sitz nach hinten zu lehnen. Tschüss letzte paar Zentimeter Platz und vor allem, tschüss Möglichkeit Serien zu schauen, denn wenn man in einem Winkel von 180 Grad auf einen Bildschirm schauen muss, sieht man halt eben nur noch schwarz.

Start und Ladung waren für mich dann doch schon etwas unheimlich, da sich sowas bei einer Boeing 777 noch einmal ganz anders anfühlt, als bei kleineren Flugzeugen, mit denen ich bis jetzt immer geflogen bin. In Singapur angekommen, musste ich ungefähr 5 Stunden totschlagen. Die meiste Zeit davon habe ich bei einem Fußmassagegerät verbracht, was mich nicht wirklich gestört hat. War auch echt nötig nach so einem anstrengenden Flug. 😁

Der Changi Airport in Singapur ist sowieso wahrscheinlich schon eine eigene Reise wert, denn dieser Flughafen ist wie ein gigantischer Spielplatz, eine Shopping Mall und ein Restaurant in einem. Ich meine, es gibt sogar einen Schmetterlingsgarten (in dem ungefähr 100 Grad und 500% Luftfeuchtigkeit waren) und das kann nicht jeder Flughafen von sich behaupten. Ich hatte Glück, dass der Gate von dem mein nächster Flug ging, nicht allzu weit entfernt war, denn man kann das hin- und herlaufen zwischen den verschiedenen Gates schon fast als eine kleine Wanderung bezeichnen. Kurz vor dem Boarding meines zweiten Fluges habe ich dann meine Freundin (und ihr Baby) getroffen, die mir die ersten Tage, nach denen im Hostel, Obdach bietet. 👩🏻

Der zweite Flug ging mindestens genauso schnell vorbei, wie der erste (wahrscheinlich weil es auch „nur“ 9 Stunden waren), trotz dass ich zwischen 2 Babies saß. Ihr wisst bescheid.

Und dann bin ich auch schon in Auckland gelandet, wo mich ein Shuttlebus zu meiner Unterkunft für die ersten 3 Tage bringen sollte: einem Hostel im Zentrum von Auckland. Am Flughafen habe ich dann zum ersten Mal auch die anderen Deutschen kennengelernt, die eben am selben Tag in Neuseeland angekommen und mit der gleichen Organisation hier her gekommen sind, wie ich.

Das war auch erstmal alles, mehr oder weniger kurz gefasst, was ich in meinen letzten Tagen in Deutschland, auf meinem Flug und in Singapur erlebt habe. Im nächsten Teil erzähle ich euch dann von meinen ersten Tagen in einem Hostel mitten in Auckland, von meiner ersten Party und den ersten Dingen, die ich hier gesehen habe. Stay tuned!  <3

Hier geht’s zum Teil 2

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