Meine ersten Tage in Neuseeland 🇳🇿 – Hostel, Erdbeben und Party in Auckland 🍻🎉 𝐍𝐞𝐮𝐬𝐞𝐞𝐥𝐚𝐧𝐝 ⌗𝟑 (Teil 2)

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Um dem Jetlag nach dem Überwinden von so vielen Zeitzonen entgegen zu wirken, sind wir, nachdem wir Mittags im Hostel angekommen sind, eben nicht direkt schlafen gegangen (obwohl uns echt allen nach einem 10-Stunden-Nickerchen war), sondern haben uns bis Abends die Zeit vertrieben und die Chance direkt genutzt, um uns das erste Mal das Stadtzentrum Aucklands anzuschauen. Kurz zusammenfassen kann man Auckland CBD so: eine Menge Asiaten (fast schon eine Invasion), teure Läden und Leute, die bei Gucci Schlange stehen, viele Takeaways und ganz nebenbei ein hammermäßiger Blick auf den Skytower. Um 7 Uhr Abends war bei mir dann aber auch wirklich Feierabend und ich kann mich an nichts mehr erinnern, außer daran, dass ich sofort eingeschlafen bin. 😄

Gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft hatten wir relativ früh am Morgen einen Termin im Office unserer Organisation für eine Infoverantstaltung. Womit keiner gerechnet hatte, die ‚kleine Einführung‘ ging geschlagene vier Stunden. Überraschenderweise wurde es aber kaum langweilig, da uns wirklich wichtige und interessante Dinge gesagt wurden, die man beachten und gesehen haben muss, wenn man in Neuseeland lebt: wie man einen Bankaccount eröffnet, eine Steuernummer beantragt, einen Job findet und so weiter und so fort. Nach so einem anstrengenden Tag, der sich schon fast wie ein Schultag angefühlt hat, haben wir das einzig Richtige gemacht: wir sind feiern gegangen. Und ich als selbsternannter Partyspezialist, immer auf der Suche nach der besten Möglichkeit, sein Geld und seine Gehirnzellen gut zu investieren, (Jonas, ich denke an dich 😁) kann euch sagen: Neuseeländer sind die absoluten Partykönige. 👑

Im Gegensatz zu Deutschland, wo man, bevor man um 23 Uhr überhaupt in den Club gelassen wird, inzwischen noch 10 mal einschläft, gehen hier die Parties um 20 Uhr los. Und damit meine ich: ein volles Haus, selbst mitten in der Woche. Perfekt für Leute wie mich, die schon Mittagsschlaf brauchen, um Abends lange weg zu bleiben. 😂 Außerdem trinken Neuseeländer offensichtlich sehr gern, fangen im Suff schnell mit jeder beliebigen Person mehr oder weniger tiefsinnige Unterhaltungen an und geben fremden deutschen Frauen auch gerne mal den ein oder anderen Drink aus. 😄

Was ich richtig cool hier finde, ist, dass alles auf einem sehr kontrollierbarem, freundlichem Level passiert, da die Leute meistens nur (wirklich) angeschwipst sind. Betrunkene werden nämlich nicht mal bedient und jeder sofort aus dem Club geworfen, der sich nicht benehmen kann. Die Partykultur hier ist damit gleichermaßen absolut ausgelassen und fröhlich, wie auch sicher, wovon man in Deutschland oft nur Träumen kann.

Zufälligerweise hat an diesem Donnerstag, wie an jedem, ein Bar Crawl stattgefunden, bei dem man für 10$ in jeder Bar einen Drink (die hier übrigens 12(!!!) Dollar kosten) frei Haus bekommt. Angeführt von einem Mann mit Megafon, zieht man zusammen mit dem Rest der Partymeute jede Stunde (glaube ich zumindest, irgendwann war mein Zeitgefühl dann dank den großzügigen Mischen nicht mehr ganz so gut ausgeprägt) von Bar zu Bar und hat am Ende des Abends insgesamt in 4 Clubs gefeiert. Am Ende kamen viele neue Bekanntschaften (den Namen von einem der Mexikaner suche ich immer noch verzweifelt) und eine schöne Erinnerung an einen feuchtfröhlichen Start in Neuseeland heraus. 😄 Gegen halb 4 sind wir dann auch wieder ins Hostel eingekehrt (was viele Bewohner gefreut haben wird) und haben somit einen tollen ersten richtigen Abend am anderen Ende der Welt verbracht.

Am Morgen darauf hat man sich dann natürlich auf ein schönes Katerfrühstück gefreut, stattdessen aber im Tausch gegen ein Frühstücksvoucher einen Sack unter Anderem mit gefrorenem Toast, einem Tetrapack Milch und dem dazugehörigen Müsliriegel bekommen. Der hat sich, nachdem man ihn in Milch gelegt hatte, aufgelöst und auf wundersame Weise in ziemlich geschmacksneutrale „Cornflakes“ verwandelt. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber am Ende doch ganz in Ordnung. Ein Hostelfrühstück halt. Zum Thema Hostel allgemein kann ich eigentlich auch nur sagen, dass es das ‚Klischee‘ wirklich zu 100% erfüllt: Leute, die Dinge von Zimmergenossen oder aus dem Gemeinschaftskühlschrank klauen, Betten, in denen man sich nicht traut, sich zu bewegen, weil sie bis zum Abwinken quietschen und benutzte Tempos in der Dusche (mein persönlicher Favorit).

Zu meinem Glück hatte ich auch noch 5 sehr gesprächige Zimmergenossen, die mich, als ich angekommen bin, angeschaut haben, wie vom Blitz getroffen und in den gesamten 3 Tagen, in denen ich mir mit ihnen ein Zimmer teilen musste, ungefähr 3 Worte miteinander gewechselt haben. Das Allerbeste war aber immer noch, dass mich einer der Typen am zweiten Abend gefragt hat, ob ich denn auch gerade erst angekommen wäre.

Irgendwann haben wir dann festgestellt, dass wir alles lieber machen, als mit diesen Vollidioten in einem Zimmer zu hocken, also haben wir uns Abends oft noch einmal auf den Weg in die Stadt gemacht, uns Auckland bei Nacht angeschaut oder sind tagsüber einfach ein bisschen in der Innenstadt unterwegs gewesen.

An meinem letzten Abend im Hostel haben wir uns dann gemeinsam Pasta gekocht und wurden ganz nebenbei Zeuge eines kleinen Erdbebens, dass den Prospektaufsteller und den Boden zum wackeln gebracht hat. Im Gegensatz zu den anderen Deutschen, die ihren Aufenthalt im Hostel noch ein paar Tage verlängert haben, haben mir die drei Nächte vollkommen ausgereicht. Da sich die Anderen dafür entschieden haben, gemeinsam in den Norden zu reisen, ein Reisebus voller Deutscher aber nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht, ging für mich ab diesem Zeitpunkt meine Reise ohne die Anderen weiter.

Und was ich rund in und um Auckland herum bis jetzt erlebt und gesehen habe, erfahrt ihr in meinem nächsten Blogpost. Seid gespannt und bis zum nächsten Mal,

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